KelterHausMuseum - Schülerprojekt
Darstellung und Dokumentationen KelterHausMuseum - Schülerprojekt KEG Gymnasium Amorbach

KelterHausMuseum - Schülerprojekt

Das KelterHausMuseum wird die Epoche 18./19. Jahrhundert darstellen. In dieser Zeit wurden die Kelterhäuser nicht nur zum Keltern, sondern zunehmend zur Lagerung für landwirtschaftliche Gerätschaften und Werkzeuge genutzt.

In den Kellern lagerten neben Moscht auch Lebensmittel für Mensch und Vieh. Beispielsweise wurde dort Gemüse, Sauerkraut, Bohnen, Kartoffeln, Eier, geräucherte Würste und Schinken, Wurstdosen und selbst Brot eingelagert. Dazu kamen Futtermittel für das Vieh, wie "Saukartoffeln" und Futterrüben. Unsere Vorfahren waren sehr geschickt in der Haltbarmachung und Lagerung von Lebensmittel.

Eier wurden eingelegt, Karotten und Gemüse in Sand/Sägemehlgemisch eingeschlagen, Fleisch- und Wurstwaren geräuchert oder in Dosen eingekocht, festes Bauernbrot in Tüchern eingeschlagen, Moscht, Liköre und Schnaps erzeugt und Apfelsaft (Süßmoscht) eingekocht. Nur durch diese Lagermöglichkeiten kamen unsere Ahnen mit ihrem Vieh durch die langen Wintermonate. Die Keller waren überlebenswichtig.

Es werden die verschiedensten Themenbereiche im Museum dargestellt und mit Schautafeln und Hintergrundinformationen dokumentiert werden. Die Kellerfreunde haben eine Vielzahl von historischen Bildern und Unterlagen zusammengetragen und aufgearbeitet. Für jeden Themenbereich wurde eine Zusammenfassung geschrieben.

Im Rahmen eines Schulprojektes werden zehn Schülerinnen und Schüler des KEG Amorbach bei der Erstellung der Dokumentationen mitarbeiten. Sie werden die zur Verfügung gestellten Unterlagen der Kellerfreunde sichten, bewerten und überarbeiten. Geplant sind kurze Videoclips, Audiodateien und komprimierte Texte. Das Material soll ansprechend sein und Interesse bei den Besuchern des Museums wecken. Die Schülerinnen und Schüler haben für das Projekt ein Jahr Zeit, sie können somit ohne Zeitdruck kreativ arbeiten. Wir sind sicher, dass diese Projektarbeiten die Dokumentationen deutlich bereichern werden. Das geplante Führungskonzept wird dadurch sinnvoll ergänzt.

Die Kellerfreunde bedanken sich bei den Schülerinnen und Schülern und ihrem Projektlehrer für diese großartige Mitarbeit. Vielen Dank auch an alle Bürgerinnen und Bürger aus Schneeberg und der ganzen Region, die uns bisher historische Gegenstände und Dokumente zur Verfügung stellten.