Der „Teufelstein“ und der „Herrgottstein“ am Winterberg in Schneeberg.
Kellerfreund Patric Papenhausen säubert den Teufelstein

Der „Teufelstein“ und der „Herrgottstein“ am Winterberg in Schneeberg.

Am Schneeberger Winterberg liegen mit „Teufelstein“ und „Herrgottstein“ zwei große, zerklüftete Felsen um die sich eine Schneeberger Sage über ein Kräftemessen zwischen Gott und dem Teufel rankt.Diese, in abgewandelter Form des Öfteren anzutreffende Sage besagt im hiesigen Falle, dass sich Gott und der Teufel am gegenüber liegenden Sommerberg getroffen hätten.

Der Teufel sagte zu Gott: "Wenn ich einen Felsen weiter werfe als Du, sind das Schneeberger Tal und die da lebenden Menschen für immer mein Eigentum." Der Teufel habe dann einen entsprechenden Felsen über das Tal auf den Hang des Winterberges geworfen. Daraufhin habe Gott ebenfalls einen Felsbrocken ergriffen und über das Tal geworfen. Dieser sei dann von Gott deutlich weiter, zirka 200 Meter mehr bergaufwärts geschleudert worden. Daraufhin habe der Teufel wutschnaubend den Sommerberg verlassen.

Von Schneeberg kommend ist der „Teufelstein“, wenn auch zwischenzeitlich durch den seinerzeitigen Ausbau der Hambrunner Straße in den 1960iger Jahren verkleinert, zirka 200 Meter vor der Familienkapelle oberhalb der Straßenböschung gut zu erkennen. Der „Herrgottstein“ befindet sich in etwa gerader Linie bergaufwärts jenseits des oberen Straßenabschnitts im Hochwald.

Bemerkenswert ist, dass die dortigen Grundstücksbesitzer für ihre Flurflächen nicht die Katasterbezeichnung „Im vorderen Winterberg“ verwenden, sondern „Am Deifelstee“ („Am Teufelstein“) sagen. In den 1950iger Jahren war die Straße nach Hambrunn noch nicht ausgebaut und noch nicht asphaltiert, es war nur eine einfache schmale Schotterstraße. In kalten und schneereichen Wintermonaten, wenn die Schneedecke von Kraft-fahrzeugen glatt und festgefahren war, begannen die Schlittenfahrten der Schneeberger Jugend auf der Hambrunner Straße meistens am Teufelstein.
Die Hoffnung war immer sehr groß, dass der in Schneeberg wohnende „Stroßewart“, (Streudienst-Straßenwart) der im Auftrag des Straßenbauamtes Miltenberg arbeitete, nicht gleich vor Ort war, um der Straßenglätte auf der Hambrunner Straße mit Schaufel im Handbetrieb, mit Sand oder auch mit kleinen Schottersteinen aus dem Schubkarren zu Leibe zu rücken.

Die Schneeberger Kellerfreunde treten für die Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege ein, insbesondere hinsichtlich des Erhalts und der Nutzung der historischen Keller und Kelterhäuser in der Marktgemeinde Schneeberg. Weitere Ziele unseres gemeinnützigen Vereins sind die Förderung der Heimatpflege und der Heimatkunde, wobei auch insbesondere der Naturschutz, die Landschaftspflege und der Erhalt und die Nutzung der Streuobstwiesen in Schneeberg große Anliegen der Kellerfreunde Schneeberg sind.
So wurde nun unter der Regie der Kellerfreunde der „Teufelstein“ an der Hambrunner Straße von Laub und ortsfremden Gewächsen befreit. Der Dank gilt dem Kellerfreund Patric Papenhausen der den Teufelstein wieder freilegte und ein „sagenhaftes“ Stück Schneeberger Heimatgeschichte wieder gut sichtbar gemacht hat.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok